Herzlich willkommen in unserem Plauderforum. Hier geht es um dich, deine Hobbys und alles, worüber du gern plaudern möchtest.
 
StartseitePortalFAQAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Osho Diskurs und Zen-Geschichten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 02, 2012 2:07 pm

Meditation....

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Take it easy

Ein ZEN - Schüler, der schon eine Weile geübt hatte, suchte Ikkyu auf. Es regnete, und als er eintrat, ließ er Schuhe und Regenschirm drußen zurück. Nachdem er den Meister begrüßt hatte, fragte Ikkyu ihn, auf welcher Seite der Schuhe er seinen Regenschirmm abgestellt habe.

Nun, was sollte diese Frage...? Du erwartest, dass ein Meister Fragen über Gott stellt, über die aufsteigende Kundalini, über sich öffnende Chakras, über Lichter, die in Deinem Kopf aufblitzen! Ikkyu hingegen stellte eine ganz gewöhnliche Frage. Was haben Schuhe und Regenschirm mit Spiritualität zu tun?

Aber es liegt etwas ungeheuer Wertvolles darin; Die Frage hat Bedeutung. Der Jünger konnte sich nicht erinnern - wen interessiert es schon, wo man seine Schuhe hingetan und auf welche Seite davon man seinen Regenschirm hingestellt hat?

Aber das genügte - der Jünger wurde abgewiesen. Ikkyu sagte: "Dann kehre um und meditiere noch weitere sieben Jahre."
"Sieben Jahre", sagte der Jünger, "nur wegen dieses kleinen Fehlers?"
"Fehler sind nicht klein oder groß", entgegnete Ikkyu. Du lebst einfach noch nicht meditativ, das ist das Entscheidende."

Mach keine Unterschiede, zwischen Dingen, als wäre etwa dieses trivial und jenes sehr, sehr spirituell. Sei aufmerksam, sei achtsam, und alles wird spirituell. Wenn Du unaufmerksam bist, wenn Du nicht achtsam bist, wird alles unspirituell.

Spiritualität ist das, was Du vermittelst, ist Dein Geschenk an die Welt. Wenn ein meister wie Ikkyu seinen Regenschirm anfaßt, ist dieser Regenschirm so göttlich wie nur irgendetwas. Meditative Energie ist alchimistisch; sie verwandelt ständig Niederes in Höheres. Schäle eine Orange so, als würdest Du eine Synfonie dirigieren; so kommst Du näher und näher heran. Je meditativer Du wirst, umso mehr siehst Du Gott überall. Auf dem höchsten Gipfel ist alles göttlich.

"Achte auf alles. Es gibt kein (Groß) und kein (Klein). Alles ist göttlich. Du kannst Gott überall finden."



Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 02, 2012 4:10 pm

Falke schrieb:
..... tut nützliche Dinge, aber denkt daran, dass die wahren und größten Erfahrungen des Lebens und der Ekstase daher stammen, dass wir Unnützes tun.
Sie kommen durch Dichtung, durch Malerei, durch Liebe, durch Meditation.

..... Die Genugtuung ist eine innere, sie hängt mit dem Wesen der Sache zusammen, sie kommt aus dem Tun selbst.


Wunderschöne und wahre Worte. Birthday

Die letzte Geschichte mit dem Regenschirm ähnelt den Gedanken mit dem Hund und Spiegelbild. Das selbst ein Hund unser Meister sein kann und uns etwas lehren könnte.....
Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 02, 2012 9:01 pm

Es gibt leider so viele, die auf nix achten.

Wie wahr, wie wahr!






Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 02, 2012 9:16 pm

Juanita schreibt:

Zitat :
Die letzte Geschichte mit dem Regenschirm ähnelt den Gedanken mit dem Hund und Spiegelbild. Das selbst ein Hund unser Meister sein kann und uns etwas lehren könnte.....

Jaston schreibt:

Zitat :
Es gibt leider so viele, die auf nix achten.

Genau, genau...
Das ist unser Dilemma. Wir sind leider viel zu oberflächlich, und unbewusst....
Von dem "Kleinsten in der Natur" kannst Du so viel lernen. Die Natur ist mit der höchsten Weisheit der Existenz verbunden.....

Setze Dich ans Ufer eines Flusses. Lass Ruhe in Dir einkehren. Lausche dem Fluss....
Er kann Dir so viel über die Weisheit des Lebens erzählen!....

Setzte Dich an einen Baum, auch er trägt so viel Weisheit in sich, die er gerne bereit ist mit Dir zu teilen. Genau wie der kleine Grashalm daneben....

Die alten Meister der Kampfkünste des Ostens, schauten ihre Kampfkünste den Tieren ab....

Ja selbst unsere Wissenschaft noch heute, schaut die Mechanismen, die in der Natur verborgen sind von ihr ab, und nutzen sie für unsere Zwecke. Z. B. zum Bau von Wolkenkratzern und der Technik...




Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 02, 2012 9:22 pm

Sehr schön geschrieben, da kann ich nur beipflichten.







Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Schattenglanz
Administrator
Administrator
avatar

Anzahl der Beiträge : 19256
Anmeldedatum : 11.07.12

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Do Dez 06, 2012 11:36 am

Habe das Thema hier geteilt und das nicht Theman bezogene Gespräch zu dem Thread von Falkes Vorstellung verschoben. Denke dann bleibt es übersichtlicher.






Er begründete nicht nur das moderne Horrorgenre, sondern war in vielerlei Hinsicht ein Visionär. Ein Nachruf auf den Filmregisseur George A. Romero
http://www.zeit.de/kultur/film/2017-07/george-a-romero-regisseur-nachruf
Nach oben Nach unten
http://mondschatten.aktiv-forum.com
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Do Dez 06, 2012 8:33 pm

Verstehen...

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: The Discipline of Transcendence

Zwei ZEN - Mönche überquerten einen Fluß. Sie trafen eine sehr jungge und schöne Frau, die ebenfalls den Fluss überqueren wollte, sich jedoch fürchtete. So hob der eine Möch sie auf seine Schultern und trug sie zum anderen Ufer.
Da packte den anderen Mönch die Wut. Er sagte kein Wort, aber innerlich kochte er. Das war verboten! Ein buddhistischer Mönch durfte doch keine Frau berühren, und sein Gefährte hat diese Frau nicht nur berührt, er hatte sie sogar auf seinen Schultern getragen.

Nach Meilen, als sie das Kloster erreichten und durch das Tor traten, wandte sich der erboste Mönch dem anderen zu und sprach: "Hör zu, ich werde mit dem Meister darüber sprechen müssen, ich werde es ihm melden müssen. Es ist verboten!"
Der erste Mönch entgegnete: "Worüber redest Du? Was ist verboten?"

"Hast Du vergessen sagte der andere. "Du hast die junge, schöne Frau auf Deinen Schultern getragen!"
Da lachte der erste Mönch und sprach: "Ja das habe ich. Aber ich habe sie am Fluß abgesetzt, viele meilen weit zurück. Du trägst sie etwa immernoch?"...

Dein Inneres - unterdrückt, zurückgewiesen, in den keller geworfen - spiegelt sich ebenfalls in Deinem Tun. Sogar wenn Du manchmal etwas meidest, zeigt sich gerade in deinem Meiden, daß Du verstehst.

"Verstehe, daß das, was Du in anderen siehst, genau das ist, was Du selbst mitschleppst. Deine Urteile über andere sind in Wirklichkeit Spiegelungen dessen, was Du in Dir unterdrückst oder ablehnst."


Falke....




Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Do Dez 06, 2012 10:46 pm

Einfach nur super!






Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Fr Dez 07, 2012 5:28 pm

Geben....

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: ZEN: The Path of Paradox

Erinnerst Du Dich an Maria Magdalena? Sie scheint mir die einzig wahre Jüngerin Jesu gewesen zu sein. Ihre Wahrhaftigkeit war ungeheuer. Eine Tages goß sie Jesus ein sehr, sehr wertvolles Öl über die Füße.
Judas war anwesend, und er lies sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Er sagte: "Du hättest sie daran hindern sollen! Das ist doch Verschwendung! Das Öl war so wertvoll.... Man hätte es verkaufen können. Das Volk hungert, und dieses Parfüm ist so teuer, warum es verschwenden?"

Es klingt logisch. Aber was sagt Jesus dau? Was Jesus sagt, klingt sehr unlogisch. Er sagt: "Die Armen wird es immer geben; wenn ich nicht mehr hier bin, kannst Du Dich um sie kümmern. Du verstehst das Herz dieser Frau nicht. Laß sie das Parfüm ausgießen - teuer oder nicht, das ist nicht wichtig. Ich kann in ihrem Herzen ein gewaltiges Gefühl aufsteigen sehen. Genau das heißt Beten.... Ich darf ihr Beten nicht stören."
Jesus verstand, daß Maria Magdalena eine Schönheit des Herzens besaß. Es ist nicht dass Parfüm, worauf Jesus schaut - er schaut auf das Herz der Frau.

"Jetzt ist die Zeit da, dich zu öffnen, kein Geizhals mehr zu sein, dein Bestes zu geben, das Beste, was Du hast - es aus dem Überfluß Deiner Liebe, Deines Herzens zu geben."


Falke...


Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Sa Dez 08, 2012 2:58 am

sehr schöne geschichten. die geschichte mit der jungen frau kannte ich schon.

der kritische mönch war wirklich der, der etwas mied, da er angst vor anfälligkeit hatte....................... Birthday
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Sa Dez 08, 2012 8:50 am

Juanita....
Ich glaube den kennst Du auch schon.


Urteilen….

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Nicht bevor Du stirbst.

Die folgende Geschichte trug sich zur zeit Laotse in China zu, und Laotse liebte sie sehr.

Ein alter Mann wohnte in einem Dorf, sehr arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd… Könige boten ihm phantastische Summen für das Pferd, aber der Mann sagte dann: „Dieses Pferd ist für mich kein Pferd, sondern ein Mensch. Und wie könnte man einen Menschen, einen Freund verkaufen?“

Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie. Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich, und die Leute sagten: „Du dummer, alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück!“

Der alte Mann sagte: „geht nicht so weit, das zu sagen. Sagt einfach: Das Pferd ist nicht im Stall. Soviel ist Tatsache; alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weis ich nicht, weil dies ja nur ein Bruchstück ist. Wer weis, was darauf folgen wird?“

Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrückt war. Aber nach fünfzehn Tagen kehrte eines Abends das Pferd plötzlich zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch ein Dutzend wilder Pferde mit.
Wieder versammelten sich die Leute, und sie sagten: „Alter Mann Du hattest recht. Es war kein Unglück, es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen.“

Der Alte Mann entgegnete: "Wieder geht ihr zu weit. Sagt einfach: Das Pferd ist zurück… wer weis, ob das ein Segen ist oder nicht? Es ist nur ein Bruchstück. Ihr lest nur ein einziges Wort in einem Satz – wie könnt ihr das ganze Buch beurteilen?“
Dieses Mal wussten die Leute nicht viel einzuwenden, aber innerlich wussten sie, dass der Alte unrecht hatte. Zwölf herrliche Pferde waren gekommen….

Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine. Wieder versammelten sich die Leute, und wieder urteilten sie. Sie sagten: „Wieder hattest Du recht! Es war ein Unglück. Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen, und er war die einzige Stütze deines Alters. Jetzt bist Du ärmer als je zuvor.“

Der Alte antwortete: „Ihr seid besessen von Urteilen. Geht nicht so weit. Sagt nur dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand weis, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist. Das Leben kommt in Fragmenten, und mehr bekommt ihr nie zu sehen.“

Es ergab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er verkrüppelt war. Der ganze Ort war von Klagen und Wehgeschrei erfüllt, weil dieser krieg nicht zu gewinnen war, und man wusste, dass die meisten der jungen Männer nicht nach Hause zurückkehren würden.

Sie kamen zu dem alten Mann und sagten: „Du hattest recht, alter Mann – es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei Dir. Unsere Söhne sind für immer fort.“

Der alte Mann antwortete wieder: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Niemand weis! Sagt nur dies: dass man Eure Söhne in die Armee eingezogen hat, und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, nur das Ganze weis, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.“

Urteile nicht, sonst wirst Du nie eins werden mit dem Ganzen. Du wirst von Bruchstücken besessen sein, aus kleinen Dingen wirst Du voreilige Schlüssen ziehen. Wenn Du einmal zu urteilen anfängst, hast Du zu wachsen aufgehört. Urteilen zeugt von einem erstarrten Bewusstseinszustand. Und der Kopf möchte immer gern urteilen, denn es ist immer riskant und unbequem in Bewegung zu bleiben.

Tatsächlich ist die Reise nie zu Ende. Der Pfad endet – ein anderer beginnt, die eine Tür schließt sich, eine andere öffnet sich. Du erglimmst einen Gipfel, es gibt immer einen höheren Gipfel. Gott ist eine endlose Reise. Nur Menschen, die mutig genug sind, sich über das Ziel keine Sorgen zu machen, die mit dem Reisen zufrieden sind, die zufrieden sind, einfach nur im Augenblick zu leben und in ihn hineinzuwachsen, nur solche Menschen sind fähig, mit dem Ganzen zu gehen.

„Urteilen zeugt von einem erstarrten Bewusstseinszustand. Und der Kopf möchte immer gern urteilen, denn es ist immer riskant und unbequem, in Bewegung zu bleiben. Sei sehr, sehr mutig, höre nicht auf zu wachsen, lebe im Augenblick, bleib einfach im Fluß des Lebens.“


Falke.....



Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Sa Dez 08, 2012 9:44 am

Eine wirklich sehr gute Story.
Durch negatives Urteilen sperrt man sich vor etwas, was noch besser sein könnte und wird bewegungslos....

Jeder Situation etwas gutes abzugewinnen ist ein guter Weg.



Noch etwas.

Die Lehre gleicht einem Floß, das man benutzt, um über einen Fluss ans andere Ufer überzusetzen, das man aber zurück lässt und nicht mehr mit sich herumschleppt, wenn es seinen Zweck erfüllt hat. (Buddha)






Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 09, 2012 8:44 pm

Don Juan...
Es ist schön, und es ist meines Erachtens eine herrliche Kunst, solch bedeutende Beispiele in so kleine, einfache, für jeden verständliche Geschichten zu packen.....

Akzeptiere Dich!...

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Take it easy

Ich habe gehört:
Ein König ging in seinem Garten und fand dort verwelkte und sterbende Bäume, Sträucher und Blumen.
Die Eiche sagte, sie stürbe, weil sie nicht so groß sein könne wie die Tanne. Als der König sich der Tanne zuwandte, ließ diese die Schultern hängen, weil sie keine Trauben tragen konnte wie der Weinstock. Und der Weinstock lag in den letzten Zügen, weil er nicht blühen konnte wie die Rose.

Schließlich aber fand der König eine Pflanze, die blühte und frisch war wie immer: das wilde Stiefmütterchen. Auf seine Frage erhielt er folgende Antwort: "Für mich war klar, dass Du ein Stiefmütterchen haben wolltest, als Du mich pflanztest. Hättest Du eine Eiche, einen Weinstock oder Rose gewünscht, hättest Du sie gepflanzt. Deshalb dachte ich, da ich ohnehin nichts anderes sein kann als das, was ich bin, will ich versuchen dies nach besten Kräften zu sein."

Du bist hier, weil diese Existenz Dich so braucht, wie Du bist!....
Sonst wäre jemand anderes hier. Du erfüllst etwas sehr wesentliches, etwas sehr grundlegendes - so wie Du bist.
Warum solltest Du ein Buddha werden?...

Wenn Gott einen weiteren Buddha gewollt hätte, hätte er beliebig viele Buddhas erschaffen können. Er schuf nur einen Buddha, und das war genug. Seither hat er keinen zweiten Buddha oder zweiten Christus geschaffen. Dafür hat er Dich geschaffen. Bedenke einmal den Respekt, den Dir das Universum bezeugt hat!...
Du bist auserwählt worden - nicht Buddha, nicht Christus, nicht Krishna....

Ihre Arbeit ist vollbracht, sie haben die Existenz mit ihrem Duft beschenkt; nun bist Du hier, um Deinen Duft beizutragen.

Schau Dich doch an. Du kannst nur Du selbst sein....
Es ist nicht möglich für Dich, jemand anderes zu sein. Du kannst es genießen und blühen, oder Du kannst dahinwelken, wenn Du es verdammst.

"Du kannst niemand sein außer dem, der Du bist. Also entspanne Dich!... Die Existenz braucht Dich so wie Du bist."


Falke....


Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Mo Dez 10, 2012 6:47 am

Falke schrieb:


"Für mich war klar, dass Du ein Stiefmütterchen haben wolltest, als Du mich pflanztest. Hättest Du eine Eiche, einen Weinstock oder Rose gewünscht, hättest Du sie gepflanzt. Deshalb dachte ich, da ich ohnehin nichts anderes sein kann als das, was ich bin, will ich versuchen dies nach besten Kräften zu sein." Rose

Du bist hier, weil diese Existenz Dich so braucht, wie Du bist!....
Sonst wäre jemand anderes hier. Du erfüllst etwas sehr wesentliches, etwas sehr grundlegendes - so wie Du bist.
Warum solltest Du ein Buddha werden?...





Sehr schöne Geschichten. Birthday
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Di Dez 11, 2012 4:24 pm

"Etwas für Krieger!...."

Das Tor zum Himmel...

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Mit Wurzeln und mit Flügeln.

Der Zen - Meister Hakuin ist einer von den ganz seltenen Blumen. Einst kam ein Krieger zu ihm, ein Samurai, ein großer Soldat; der fragte: "Gibt es eine Hölle?.. Gibt es einen Himmel?.. und wenn es Himmel und Hölle gibt, wo sind die Tore? Von wo aus betrete ich sie?...

Er war ein einfacher Krieger. Krieger sind immer einfach, ohne Hintergedanken, ohne Berechnung. Für sie gibt es nur zwei Dinge: Leben oder Tod. Er war nicht gekommen, um irgendeine Ideologie zu hören; er wollte wissen, wo das Tor war, um die Hölle meiden und den Himmel betreten zu können. Und Hakuin antwortete auf seine Art und Weise, die nur ein Krieger verstehen konnte.

Hakuin sagte: "Wer bist Du?"
Der Krieger antwortete: "Ich bin ein Samurai."
In Japan ist es eine sehr stolze Sache, ein Samurai zu sein. Es bedeutet, dass man ein perfekter Krieger ist, ein Mensch, der nicht einen Augenblick zögert, sein Leben zu opfern. Er sagte: "Ich bin ein Samurai, ich bin ein Anführer von Samurais. Sogar der Kaiser erweist mir Respekt."

Hakuin lachte und sagte: "Du, ein Samurai? Du siehst aus wie ein Bettler!"...
Sein Stolz war verletzt. Der Samurai vergaß, weshalb er gekommen war. Er zog sein Schwert und wollte Hakuin auf der Stelle umbringen. Da lachte Hakuin und sagte: "Dies ist das Tor zur Hölle. Mit diesem Schwert, dieser Wut, diesem Ego, öffnet sich hier das Tor.

Dies kann ein Krieger verstehen. Der Samurai verstand unmittelbar. Er steckte das Schwert zurück in die Scheide...
und Hakuin sagte: "Hier öffnet sich das Tor zum Himmel."

Hölle und Himmel sind in Dir. Beide Tore sind in Dir. Wenn Du Dich unbewusst verhälst - da ist das Tor zur Hölle;
Wenn Du wach und bewusst wirst - da ist das Tor zum Himmel.

Der Geist ist der Himmel, der geist ist die Hölle, und der Geist hat die Möglichkeit, beides zu werden. Aber die Menschen denken weiterhin, dass alles sich irgendwo da draußen befindet... Himmel und Hölle liegen nicht am Ende des Lebens, sie sind hier und jetzt.
In jedem Augenblick öffnet sich die Tür.... In einem einzigen Moment kannst Du aus der Hölle in den Himmel gelangen, aus dem Himmel in die Hölle...

"Wenn Du bewusst bist, bist Du im Himmel. Bleib wach, bleib auf der Hut, bleib bewusst! Noch einma: Du hast die Wahl."


Falke....



Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Do Dez 13, 2012 8:43 am


Sorge / Angst...

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Guida Spirituale


Ich habe von einer alten Frau gehört, die in einem Bus fuhr. Sie war sehr ängstlich, sie zitterte und fragte jedesmal den Fahrer, wie die Station hieß.
Ein Fremder, der neben ihr saß, sagte: "Entspannen sie sich, machen sie sich keine Sorgen. Der Schaffner ruft jede Sation aus, und wenn sie sich zu große Sorgen machen, werde ich sogar den Schaffner rufen. Sie können ihm sagen, wo sie aussteigen wollen, dann kann er dran denken. Beruhigen sie sich doch."

Er rief den Schaffner, und die Frau sagte: "Bitte denken sie daran. Ich möchte auf keinen Fall meine Haltestelle verpassen. Ich muss unbedingt dahin, wo ich hinfahre."
Der Schaffner sagte: "In Ordnung ich werde es mir merken. Auch wenn sie nicht gefragt hätten, hätte ich die Station ausgerufen, aber jetzt werde ich es mir speziell merken, und ich werde extra zu ihnen kommen und es ihnen sagen, wenn ihre Haltestelle kommt. Machen sie sich also keine Sorgen. Wo wollen sie denn aussteigen?"...

Die Frau - schweißgebadet, zitternd und angespannt - sagte: Oh ich danke ihnen. Merken sie sich bitte - meine Haltestelle heißt "Endstation":

Dein Bewusstsein verengt sich immer mehr, wenn Du Dich verspannst. Du verschließt Dich. Und in einer solchen Spannung, in einem solchen Zustand der Angst, wird es immer schwieriger, sich zu erinnern. Ego heißt Anspannung, heißt einen Berg von Angst mit sich herumschleppen.... und zwar unnötig.
Nun, wenn es die Endstation ist, warum sich dann Sorgen machen?...
Wie kannst Du sie verfehlen?...
Sobald Du Dich ausruhst, sobald Du Dich entspannst, weißt Du, dass sich die Existenz schon auf jene höheren Gipfel zubewegt, sich längst in Gang gesetzt hat. Und Du gehörst zu ihr! Du brauchst keinen eigenen Ehrgeiz zu haben.

Das ist Hingabe: sich zu entspannen, alle privaten Ziele loszulassen, das ganze Leistungsdenken, alle Egoprojektionen loszulassen...
Dies ist das geheimnis der Erleuchtung: sie passiert in einem tiefen Zustand der Ruhe...

"Wenn Du abgeschnitten bist und private Ziele hast, entsteht eine solche Spannung, dass Dein Bewusstsein sich sehr verengt, dass Du Dich verschließt. Gib Dich einfach hin, lass Dich von der Existenz tragen..."


Falke...



Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Do Dez 13, 2012 9:12 am

Beides sehr schöne und einleuchtende Geschichten!

Vielen Dank dafür, wahrlich eine Quelle der Inspiration und Ruhe.






Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Fr Dez 14, 2012 6:12 pm

Tu ich gerne Jaston...
Es freut mich selbst, wenn der Weisheitsgehalt solch kleiner, einfachen Geschichten erkannt wird!....


Kopf.....

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: Take it easy

Es gibt ein berühmtes Gleichnis:
Einst war ein Mann auf Reisen und gelangte rein zufällig ins Paradies. Nun gibt es in der indischen Vorstellung vom Paradies Bäume, die Wünsche erfüllen. Du setzt Dich einfach unter sie, wünscht Dir etwas, und sofort wird es erfüllt - zwischen Wunsch und Erfüllung vergeht keine Zeit.
Der Mann war müde, und so schlief er unter dem Wunschbaum ein. Als er aufwachte, war er sehr hungrig, also sagte er: "Ich bin hungrig. Ich wünschte, ich könnte von irgendwoher etwas zu essen bekommen." Und sogleich tauchten Speisen aus dem Nichts auf - sie schwebten einfach durch die Luft heran, köstliche Speisen.

Er war so hungrig, dass er nicht erst lange fragte, wo das Essen herkam - wenn man hungrig ist, ist man nicht philosophisch. Er begann sofort zu essen, und das Essen war so köstlich... Als sein Hunger gestillt war, schaute er sich um. Er fühlte sich nun gesättigt.
Da stieg ein anderer gedanke in ihm auf: "Wenn ich nur was zu trinken bekommen könnte... und im Paradies gibt es noch kein Alkoholverbot; sofort erschien köstlicher Wein.

Während er so in der kühlen Brise im Schatten des Wunschbaumes in aller Ruhe seinen Wein trank, fing er endlich an, sich zu wundern. "Was geht hier vor? Was ist hier los? Träume ich, oder gibt es hier Geister, die ihren Schabernack mit mir treiben?"...
Und schon tauchten Geister auf. Und sie waren wild, graußig und ekelerregend. Da begann er zu zittern, und plötzlich kam ihm der gedanke. "Ich bin sicher, dass ich nun getötet werde..."
Und er wurde getötet.

Dies Gleichnis ist ein uraltes Gleichnis, von immenser Bedeutung...
Dein Kopf ist dieser wunscherfüllende Baum...
Was Du auch denkst, es wird früher oder später in Erfüllung gehen.

Manchmal ist der zwischenraum zu groß, und Du hast völlig vergessen, dass Du es Dir gewünscht hattest, deshalb siehst Du die Verbindung zur Ursache nicht.
Wenn Du jedoch tiefer schaust, wirst Du feststellen, dass es Deine Gedanken sind, die Dich und Dein Leben erzeugen...

Sie erzeugen Deine Hölle, sie erzeugen Deinen Himmel. Sie erzeugen Dein Unglück, sie erzeugen Deine Freude. Sie erzeugen das Negative, sie erzeugen das Positive...

Jeder hier ist ein Magier. und jeder spinnt und webt um sich herum eie magische Welt... und ist dann darin verstrickt. Die Spinne verfängt sich in ihrem eigenen Netz.
Niemand peinigt Dich außer Dir selbst. Und sobald dies erst einmal verstanden ist, verändern sich die Dinge. Dann kannst Du die Sache umkehren, kannst Du Deine Hölle in den Himmel verwandeln; Du brauchst sie nur aus einem anderen Blickwinkel zu zeicchnen... Die ganze Verantwortung ist Deine.

Und dann taucht eine ganz neue Möglichkeit auf: Du kannst aufhören, die Welt zu erschaffen! Nicht nötig, Himmel und Höllezu erschaffen, nicht nötig, überhaupt etwas zu erschaffen. Der Schöpfer kann sich entspannen, in den Ruhestand gehen.
Der Ruhestand des Geistes ist Meditation...


"Die Bereitschaft, Verantwortung für das Entstehen Deines eigenen Unglücks zu übernehmen - ebenso wie für Deine Freunde, Deine Negativität, Deine Positivität, für Himmel oder Hölle...
Wenn Du diese Verantwortung übernimmst, fängt alles an, sich zu verändern. Sei offen für neue Möglichkeiten...."



Falke...

Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 16, 2012 11:42 am

Begehren…

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: The Path of Paradox

Es gibt eine berühmte Sufi-Geschichte:
Ein König trat zu einem Morgenspaziergang aus seinem Palast und begegnete einem Bettler. Er fragte den Bettler: „Was begehrst Du?“

Der Bettler lachte und sagte: „Du fragst so, als könntest Du mir meinen Wunsch erfüllen!“ Da fühlte sich der König beleidigt. Er sagte: „Natürlich kann ich Deinen Wunsch erfüllen. Welchen Wunsch hast Du? Du brauchst ihn nur zu sagen.“

Und der Bettler sagte: „Überlege es Dir lieber noch mal, bevor Du irgendwas versprichst.“
Der Bettler war kein gewöhnlicher Bettler; er war im vorigen Leben der Meister des Königs gewesen. Und er hatte ihm in jenem Leben versprochen: „Ich werde wiederkommen und versuchen, Dich in Deinem nächsten Leben aufzuwecken. In diesem leben hast Du es nicht geschafft, aber ich werde wiederkommen.“
Aber der König hatte das völlig vergessen – wer erinnert sich schon an frühere Leben?
Also ließ er nicht locker: „Ich werde Dir alles erfüllen, worum Du mich bittest. Ich bin ein sehr mächtiger Herrscher; was könntest Du Dir schon wünschen, das ich Dir nicht erfüllen könnte?“

Der Bettler sagte: „Mein Wunsch ist sehr einfach. Siehst Du diese Bettelschale? Kannst Du sie mir mit irgendetwas füllen?“
Der König sagte: „Natürlich!“ und so rief er einen seiner Wesire herbei und befahl ihm: „Fülle diese bettelschale des Mannes mit Geld.“ Der Wesir ging davon, holte etwas Geld und schüttete es in die Schale… und das Geld verschwand darin. Also schüttete der Wesir immer mehr Geld nach, aber sobald es hineinfiel, verschwand es auch schon. Und die Bettelschale blieb ständig leer.

Der ganze Hof versammelte sich. Schließlich verbreitete sich das Gerücht in der ganzen Hauptstadt, und eine riesige Menge strömte zusammen. Das Ansehen des Herrschers stand auf dem Spiel. Er sagte zu seinen Wesiren: „Und wenn das ganze Königreich draufgeht, ich bin bereit, es zu verlieren, aber ich lass mich nicht von diesem Bettler schlagen.“

Diamanten und Perlen und Smaragde… Seine Schatzkammern leerten sich schon. Diese Bettelschale schien bodenlos. Alles, was man hineinschüttete – alles! – verschwand augenblicklich, hörte auf zu existieren.

Schließlich war es Abend geworden, und die Leute standen im völligen Schweigen da. Der König fiel zu Füßen des Bettlers nieder und gestand seine Niederlage ein. Er sagte: „Bitte sage mir nur eines. Du bist der Sieger – aber bevor Du gehst, befriedige bitte meine Neugierde. Woraus ist diese Bettlerschale gemacht?“

Der Bettler lachte und antwortete: „Sie ist aus menschlichem Geist gemacht. Da gibt es kein Geheimnis… sie ist ganz einfach aus menschlichem Begehren gemacht.“

Diese Einsicht verwandelt Dein Leben. Untersuche einmal einen Deiner Wünsche – was ist sein Mechanismus? Zunächst ist großer Reiz, große Erregung, Abenteuerlust da.
Es macht Dir großen Spaß. Etwas wird geschehen, Du stehst unmittelbar davor. Und dann hast Du das Auto, Du hast die Yacht, Du hast das Haus, Du hast die Frau… und dann ist plötzlich alles wieder sinnlos geworden.

Was ist passiert?
Dein Geist hat es entmaterialisiert. Das Auto steht in der Ausfahrt, aber es hat keinen Reiz mehr.
Der Reiz bestand nur darin es zu bekommen… Du hast Dich so berauscht an diesem Wunsch, dass Du Dein inneres Nichtsein vergessen hast. Jetzt – der Wunsch ist erfüllt, das Auto in der Ausfahrt, die Frau im Bett, das Geld auf dem Konto – jetzt ist der Reiz wieder weg.
Und wieder ist die Leere da, bereit, Dich zu verschlingen. Und wieder musst Du einen neuen Wunsch erfinden, um diesem gähnenden Abgrund zu entfliehen.

So geht man in einem fort, von einem Wunsch zum nächsten Wunsch. Und so bleibt man ein Bettler. Dein ganzes Leben beweist es immer wieder aufs neue – jeder Wunsch frustriert. Und wenn das Ziel erreicht ist, brauchst Du wieder einen neuen Wunsch.

An dem Tag, an dem Du verstehst, dass alles Wünschen als solches scheitern wird, kommt der Wendepunkt in Deinem Leben.

Die andere Reise geht nach innen. Geh nach innen. Komm zurück nach Hause…

„Es wird Zeit für Dich, nicht mehr außen nach dem zu suchen, was Dich glücklich machen könnte. Schau nach innen.“

Falke...




Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 16, 2012 1:51 pm

Falke schrieb:
"Etwas für Krieger!...."

Das Tor zum Himmel...



Er war ein einfacher Krieger........ er wollte wissen, wo das Tor war, um die Hölle meiden und den Himmel betreten zu können.......

Hakuin sagte: "Wer bist Du?"
Der Krieger antwortete: "Ich bin ein Samurai."


Hakuin lachte und sagte: "Du, ein Samurai? Du siehst aus wie ein Bettler!"...
Sein Stolz war verletzt. Der Samurai vergaß, weshalb er gekommen war. Er zog sein Schwert und wollte Hakuin auf der Stelle umbringen. Da lachte Hakuin und sagte: "Dies ist das Tor zur Hölle. Mit diesem Schwert, dieser Wut, diesem Ego öffnet sich das Tor zur Hölle.

Hölle und Himmel sind in Dir. Beide Tore sind in Dir. Wenn Du Dich unbewusst verhälst - da ist das Tor zur Hölle;
Wenn Du wach und bewusst wirst - da ist das Tor zum Himmel.

Der Geist ist der Himmel, der geist ist die Hölle, und der Geist hat die Möglichkeit, beides zu werden. Aber die Menschen denken weiterhin, dass alles sich irgendwo da draußen befindet...

"Wenn Du bewusst bist, bist Du im Himmel. Bleib wach, bleib auf der Hut, bleib bewusst! Noch einma: Du hast die Wahl."




danke. schöne geschichte. sicher etwas für jaston... Birthday
Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   So Dez 16, 2012 10:29 pm

Oh ja eine sehr schöne Geschichte!

Paßt leider so ziemlich auf mich (naja gut, wir haben keinen Kaiser mehr!).

Deswegen sehr lehrreich!

beten






Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Mo Dez 17, 2012 12:14 am

Gefällt mir auch. Danke. Birthday
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Di Dez 18, 2012 2:56 pm

Hier Etwas für Besserwisser.....

Herausforderung...

Aus den Erzählungen von Osho über Zen-Meister:
Buch: The perfekt Master

Ich habe ein altes Gleichnis gehört - es muss uralt sein, weil Gott in jenen Tagen noch auf Erden weilte...
Eines Tages kam ein Mann zu ihm, ein alter bauer, und der sagte: "Schau Du magst Gott sein, und Du magst die Welt erschaffen haben, aber eines muss ich Dir sagen: ein Bauer bist Du nicht. Du kennst nicht mal das ABC des Ackerbaus. Da kannst Du noch einiges lernen."

Gott sagte: "Was ist Dein Rat?"

Der Bauer sagte: "Gib mir ein Jahr Zeit und lass die Dinge so geschehen, wie ich es sage, und wart ab, was passiert. Es wird keine Armut mehr geben!"

Gott willigte ein, und so bekam der Bauer ein Jahr. Natürlich bestellte er nur das Beste, dachte er nur ans Beste - keinen Donner, keinen starken Wind, keine Gefahren für die Ernte. Alles angenehm, behaglich, und er war sehr froh. Der Weizen wuchs so hoch! Wenn er Sonne haben wollte, schien die Sonne; wenn er Regen wollte, gab es Regen, soviel er nur wollte. In diesem Jahr lief alles richtig, mathematisch richtig.

Der Weizen wuchs so hoch... der Bauer ging oft zu Gott und sagte: "Schau! Diesmal wird die Ernte so ausfallen, dass es für zehn Jahre, selbst wenn die Leute nicht arbeiten, genug zu essen geben wird!"

Aber als die Ähren eingefahren wurden, war kein Weizen darin. Der Bauer war überrascht! Er fragte Gott: "Was ist passiert? Was ist schief gegangen?"

Gott sagte: "Weil es keine Herausforderung gab, weil kein Konflicckt da war, keine Reibung, weil Du alles vermieden hast, was schlecht ist, blieb der Weizen unfruchtbar. Ein bischen Auseinandersetzung gehört dazu. Stürme gehören dazu, und auch Donner und Blitze sind nötig. Sie rütteln im Weizen die Seele wach."

Dieses Gleichnis ist von ungeheurem Wert. Wenn Du immer nur glücklich und glücklich und glücklich bist, verliert das Glück jeden Sinn. Es ist, wie wenn jemand mit weißer Kreide auf eine weiße Wand schreibt. Er kann soviel schreiben, wie er will, aber niemand wird es je lesen können.
Die Nacht ist ebenso nötig wie der Tag. Und die Tage der Traurigkeit sind ebenso wichtig wie die Tage des Glücks. Das nenne ich Weisheit. Und nach und nach, je mehr Du den Rhythmus des Lebens siehst, den Rhythmus der Dualität, den Rhythmus der Polarität, hörst Du auf zu fragen, hörst Du auf zu wählen. Und Du hast das Geheimnis gefunden!

Lebe mit diesem Geheimnis, und plötzlich stellst Du überrascht fest: wie groß ist der Segen des Lebens! Wie sehr wirst Du in jedem Augenblick überschüttet! Aber Du hast immer nur in Deinen Erwartungen gelebt, in Deinen winzigen, kleinen, trivialen Wünschen, und weil die Dinge nicht mit Deinen Wünschen übereinstimmen, warst Du unglücklich.

Wenn Du der Natur der Dinge folgst, fällt kein Schatten, sogar die Traurigkeit leuchtet dann.
Nicht, dass es dann keine Traurigkeit mehr gibt - sie wird kommen - aber sie wird nicht Dein Feind sein. Du wirst Dich mit ihr befreunden, weil Du ihre Notwendigkeit siehst. Du wirst ihre Anmut sehen, und Du wirst auch sehen können, warum sie da ist und warum sie notwendig ist. Und ohne sie wärest Du weniger, nicht mehr.

"Ein bischen Kampf gehört dazu. Wir werden durch Stürme - Blitz, Donner und Traurigkeit - ebenso bereichert wie durch Freude und Glück"!...[b]

Falke...


Nach oben Nach unten
Jaston
King of the Moon
King of the Moon
avatar

Anzahl der Beiträge : 12235
Anmeldedatum : 14.07.12
Alter : 39
Ort : USCSS Theseus

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Di Dez 18, 2012 3:03 pm

Hmm, für Besserwisser ist aber nur das Gleichnis.

Der Rest ist halt Yin/Yang In/Yo Schwarz/Weiß Jedi/Sith, es gibt nicht das eine ohne das andere.
Mein Reden!






Flüstert der Sturm zu Jaston: " du kannst nicht gegen den Sturm siegen!" Flüster ich zurück: "Ich, bin der Sturm!"
Nach oben Nach unten
Falke
Wächter der Dunkelheit
Wächter der Dunkelheit
avatar

Anzahl der Beiträge : 293
Anmeldedatum : 20.11.12
Alter : 70

BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   Di Dez 18, 2012 9:53 pm

Oder auch ein Weg des Lernens!...
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Osho Diskurs und Zen-Geschichten   

Nach oben Nach unten
 
Osho Diskurs und Zen-Geschichten
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Osho Diskurs und Zen-Geschichten
» Tamara Pirschalawa ~ Traumfänger. Fantasievolle Geschichten
» Ausschreibung des Codiverlag`Geschichten auf vier Pfoten´
» Erik Schreiber (Hrsg.): Geheimnisvolle Geschichten I
» Von was lasst ihr euch inspirieren? Woher holt ihr neue Ideen für eure Geschichten?

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Mondschatten Forum :: Philosophie :: Bekannte Dichter und Gelehrte-
Gehe zu: