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 Emile Coue

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BeitragThema: Emile Coue   Mi Jan 09, 2013 10:30 am

http://www.coue.org/ Birthday

Coué stammte aus einfachen Verhältnissen, beim finanziellen Status seines Elternhauses schien ein Chemiestudium für ihn unerreichbar. Doch Coué ergriff die Gelegenheit, eine Apothekerlehre zu machen und übernahm schließlich 1882 die Apotheke. 1885 begann er mit dem Studium der Psychologie. Coué befasste sich eingehend mit den Arbeiten über Hypnose von Ambroise Liébault und Hippolyte Bernheim (alte Schule zu Nancy). Als Apotheker stellte er fest, wie wichtig es war, dass er einen positiven Kommentar abgab, wenn die Kunden ihre Medizin abholten. Wenn er sagte: "Mit diesem Medikament werden Sie sicher ganz schnell gesund", wirkte die Arznei sehr viel besser, als wenn er gar nichts dazu sagte. Damit war das Prinzip der Suggestion erkannt. Nach weiteren Studien begann er seine Erkenntnisse praktisch einzusetzen.
„Es gelang ihm, durch Aufdeckung der inneren Vorgänge Gesetze zu formulieren, welche Autosuggestion leicht lehrbar machen und so die ungeheure Verbreitung der segensreichen Lehre ermöglicht.“ (Lambert, 1965, S. 136)
Durch seine Arbeit spaltete Coué die Schule zu Nancy und wurde zum Begründer der Neuen Schule von Nancy. Ab 1912 bis in die 1920er Jahre reiste Coué durch die europäischen Großstädte und in die USA und füllte mit Vorträgen über seine Methode die Säle. Es war ihm wichtig, die Heilkräfte der Menschen zu stärken und möglichst vielen beizubringen, wie sie sich selber helfen konnten. Dies war sein eigentlich neuer Ansatz. Seine Gattin begleitete ihn auf seinen Reisen und unterstützte Coué nach Kräften. Sie schrieb für ihn Teile seiner Bücher und seiner Biographie. Zahlreiche Coué-Gesellschaften entstanden in aller Welt.
Seinen Patienten sagte Coué klar: "Ich habe keine Heilkraft, nur Sie selbst!"
Große Erfolge kann man laut Coué mit der einfachen Übung erzielen, sich lebenslang täglich nach dem Erwachen und vor dem Schlafen etwa 20 mal halblaut (damit der Satz über den Gehörsinn im Unbewussten verankert wird) vorzusprechen:
„Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!“
(Tous les jours à tous points de vue je vais de mieux en mieux!)
Hierbei sei es gleichgültig, ob man daran glaube oder nicht und was man bewusst dabei denke, solange nur die Lippen den Satz laut genug formten, damit er über die Ohren wieder zurückwirken könne. Hilfreich sei eine Knotenschnur oder ähnliches zum Abzählen. Coué empfahl, den Satz möglichst kindlich und unangestrengt zu sprechen, langsam und monoton in der Art einer Litanei oder eines Mantras, ohne den Willen zu sehr zu bemühen. Birthday
Bei akuten Schmerzen oder Beschwerden, gleich ob körperlicher oder seelischer Natur, gab Coué den Rat, die Hand auf die betroffene Stelle oder die Stirne zu legen und möglichst schnell zu wiederholen:
„Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei...“
bis die Symptome abklängen. Die Selbstbehandlung sei bei Bedarf zu wiederholen, bei regelmäßiger Anwendung werde sich der Erfolg immer schneller einstellen und die Symptome immer seltener erscheinen, bis sie schließlich ganz verschwunden seien.
Coué betonte ausdrücklich, kein Wunderheiler zu sein, er habe lediglich als erster moderner Wissenschaftler und Mediziner das Primat der Vorstellungskraft über den Willen durchschaut und erkannt, dass beim Großteil aller Leiden die psychische Komponente die somatische überlagere und nach Ausheilung der physischen Erkrankung oft weiterbestehe. Da ferner alle Lebensvorgänge vom Unbewussten her gesteuert würden, ließe sich durch bewusste Autosuggestion die Wirkung des Unbewussten in Richtung einer Heilung beeinflussen. Coué drückte es auch mit folgenden Worten aus: „Jede Vorstellung, die sich genügend stark eingeprägt hat, strebt danach, sich zu verwirklichen und verwirklicht sich, soweit ihr keine Naturgesetze entgegenstehen.“
Im Alter von 69 Jahren verstarb er an einer Pneumonie (Lungenentzündung). Wikipedia Birthday



Suggestion ist nach Coué „ein Vorgang, der darin besteht, dass ein Gedanke dem Gehirn eines anderen Menschen aufgedrängt wird.“ Er fragt: „Gibt es dergleichen?“ und antwortet: „Eigentlich nicht. Als selbständiges Geschehen kommt die Suggestion gar nicht vor; ihre notwendige Vorbedingung ist, dass sie sich bei der zu beeinflussenden Person in Autosuggestion verwandelt.“ Und Autosuggestion definiert Coué: „Durch uns selbst bewirken, dass ein Gedanke in uns selber Wurzel fasst.“ Wird das Suggerierte nicht angenommen, bleibt die Suggestion für den Betreffenden wirkungslos.

Jeder Mensch übt, ohne dass ihm dies bewusst werden muss, vom ersten bis zum letzten Atemzug, Autosuggestion aus. Oft gar nicht zu seinem Nutzen sondern zu immer größerem Schaden. Wenn er seine Autosuggestion und ihre Gesetze erkennt, kann er sie ändern. Durch eine Pädagogik, die sich nicht mit Autosuggestion befassen mag, lernen alle, sich im Problemfall an die verkehrte Instanz zu wenden: den Willen, und müssen deshalb scheitern. „Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft“, das ist der Kern des Coué´schen Systems, mit dem der Erfolg erklärt und erreicht wird.

Jeder kann über einen 30 cm breiten Balken laufen, wenn er am Boden liegt. Was aber, wenn der Balken in luftiger Höhe zwei Kirchtürme verbindet? Warum läuft da keiner mehr? Man muss doch angeblich nur wollen! Jeder weiß es ganz genau: Je mehr er das dort oben will, wo er es sich nicht vorstellen kann, umso mehr stürzt er ab. Und das ist in allen anderen Fällen unseres Lebens genauso, nur wollen wir es nicht glauben und versuchen immer wieder noch einmal, „den Willen zu erziehen“ statt uns endlich im die Instanz zu kümmern, die den Fortgang des Geschehens entscheidet: die Vorstellungskraft. Was sagt uns denn der Dachdecker, wenn wir ihn fragen, weshalb er nicht herunterfällt? „Ich, runterfallen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.“ Er bleibt oben, weil er nur lauter gut entwickelte und gepflegte Vorstellungen für „selbstverständlich obenbleiben“ hat. Und wir stürzen in der Schule und später in der Familie und im Beruf und sonst noch wo immer wieder ab, weil man uns von kleinauf den verkehrten Umgang mit dem Problem gelehrt hat. Birthday

Coué macht es gerade umgekehrt wie die Pädagogik. Die sagt: „Du musst nur wollen!“ und erzieht damit Kinder exakt zu Nur-Wollen-Müssern. Man muss nur einmal Eltern mit ihren Ich-will-aber-Kindern im Kaufhaus beobachten, dann sieht man, wie gut es geklappt hat. Der Weg der Pädagogik ist gekennzeichnet von Problemwachstum bis zum Exzess. Coué löste die Probleme oft in Minuten. Gerade weil wir uns dermaßen ins Problem hinein verrannt haben, ist ein einfaches Beispiel wie das Coués für einen gesunden, erfolgreichen Lebensstil überlebenswichtig geworden. Von ihm kann jeder leicht lernen, wie man mit seinen Geistesgaben seine Persönlichkeitsentwicklung pflegt. Wie wir bisher mit dem Leben umgehen, so sind die Probleme gewachsen und in direktem Zusammenhang sind die Persönlichkeiten geschrumpft. Wir brauchen Autosuggestion also zu viel mehr als nur als „verbale Beschwörungstechnik zur Selbstbeeinflussung“; bewusste Autosuggestion ist der „eigene Einfluss“ guthin.

von coue.org
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